12. Juni 2014

PDF Splines und Kupferlackdraht

Ich hatte das Bedürfnis gehabt, eine Vektor-Grafik mit Text/Symbolen in einem PDF an einigen, wenigen Stellen zu bearbeiten. Das Ganze wollte ich mit Inkscape machen. Problem: Inkscape konnte die eingebetteten Schriften nicht verarbeiten und hat den Text kaputt gemacht. Lösungsansatz: Text/Font in Splines umwandeln. Nur wie? Adobe Acrobat kann sowas aber der Aufwand war mir zu hoch. Lösungsansatz: PDF zu XPS drucken und XPS wieder in PDF. Dann sollte der PDF-Import funktionieren.

Noch ein Hinweis am Rande zum Verarbeiten von Kupferlackdraht: der Lack geht einfach so mit dem Lötkolben und Lötzinn kaum/schlecht ab. Ein Feuerzeug würde helfen aber man weiß dann nie, wie weit der Lack weggebrannt ist. Mein Ansatz: 800er Sandpapier (oder irgendwas sehr feines einfach). Der Lackdraht wird ganz kurz angefasst, sodass nur noch das abzuisolierende Stück Draht zwischen Daumen und Zeigefinger herausschaut. Das Sandpapier ist in der Mitte einmal gefaltet und der Draht da drin sehr leicht (!) eingeklemmt. Den Draht kann man anschließend seitwärts hin- und herbewegen, damit der Lack abgeschmirgelt wird (knickt der Draht dabei um, wird das Sandpapier zu stark eingeklemmt - damit reißt der Draht später oft genau hinter der Lötstelle ab!). Einfach üben ;)
Wichtig: den Draht immer vorher verzinnen. Dazu einfach Draht und Lötzinn zusammen an den Lötkolben (ja, es bleibt danach meist viel Lötzinn übrig, das im Schwamm oder in der Stahlwolle (!) hängen bleibt)

Noch ein Hinweis: Löttemperatur für eine ELV Lötstation in Verbindung mit SMD: 312°C bei mir. Trotz kleiner Teile nicht zu kalt löten, sonst gibt es Nasen und das Lötzinn fließt nicht gut. Um Überhitzung zu vermeiden, lieber immer mal Pausen machen und evtl mehrere Bauteile parallel löten.

Brücken zwischen uC-Beinchen lassen sich gut mit einer Pinzette entfernen.

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