24. Juli 2011

Google Chrome Apps

Nach längerer Funkpause hier mal wieder ein kleiner Beitrag zum Webbrowser Chrome. Seit Version 10 oder 9 gibt es bei Chrome im “neuen Tab” neben den Meistbesuchten und den “Kürzlich geschlossenen” Webseiten auch noch die Möglichkeit Apps für Chrome anzuzeigen. Das Ganze entwickelt sich momentan nur recht schleppend und die meisten im Chrome Webstore erscheinenden Apps sind einfach nur Links. Es gibt aber auch Angrybirds und ähnlichen zeitfressenden Krimskrams der dort schon verfügbar ist (für lau versteht sich, nicht so wie im Apfelstore). Damit Ihr mal eine Vorstellung davon bekommt, was man denn alles so für Apps, sinnvoll haben könnte, hier mal meine Zusammenstellung:

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  • Clocks: Analog und digital Uhr, Kalender, Wecker, Kurzzeitwecker, Stoppuhr
  • DropMocks: Bilderhoster bei dem man das Bild zum Uploaden in den Browser zieht, fertig!
  • Ge.tt: Filehoster bei dem man den Sharelink schon weitergeben kann, während der Upload noch läuft
  • NYTimes/HuffPost: Grafisch aufgearbeiteter Webauftritt der beiden Zeitungen
  • Flixter: Amerikanische Filmtrailer mit Rankings, Kinocharts und Previews
  • Weather Underground: Optisch ansprechende Wettermeldungen
  • Jolicloud: Eigentlich eine Linux Distribution für Netbooks, hier zum schamlosen Ausprobieren einfach im Browser (man brauch einen Account)
  • Mixcloud: freies, legales Musikportal
  • TweetDeck: Twitterclient, frisst auch Google Buzz, Foursquare und Facebook
  • Regen-Alarm: Bestes WetterApp überhaupt, man kann eine Desktop Notification einstellen, welche warnt bevor der Niederschlag kommt. Bis jetzt immer absolut zutreffend gewesen. Äußert hilfreich für Radfahrer.
  • CinemaxX: Deutsche Kinotrailer mit KioskMode
  • Multitask: noch nicht ausprobiert
  • IP-Adresse: zeigt aktuelle IP und Bezugsdaten
  • Wave Accounting: noch nicht ausprobiert
  • Uhr: einfache Digitaluhr. Farben einstellbar, zum Beispiel weiße Schrift auf schwarzem Grund, Vollbild, super Bildschirmschoner.

Auch das Programmieren eigener Apps für Chrome ist ziemlich #EZ. Da es diese noch nicht gibt habe ich mal schnell eine PutPat-App erstellt. Zur Erinnerung, PutPat ist eine Online Musikvideo Sender mit aktuell 5 Kanälen (verschiedene Musikrichtungen) und einem personalisierten Kanal nur für dich. Dabei kannst du in deinem Profil 5 Lieblingskünstler angeben. Zusätzlich wir deine Musikgeschmack anhand abgegebener Bewertungen auf bereits gesehene Musikclips analysiert. Raus kommt ein echt super Musiksender den man super mal nebenbei laufen lassen kann. Besser als der ganze Mist der so aus dem Koaxialkabel kommt. Aber ich schweife ab. Hier die von mir programmierte PutPat-App (erst herunterladen dann in den Browser ziehen, sonst bekommt man eine Fehlermeldung):

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Leider muss man für einen Developer Account bei Google 5$ per Kreditkarte löhnen und erst dann kann man Apps direkt im Web Store anbieten. Deshalb einfach hier meine *.crx Datei downloaden und in den Chrome Browser ziehen. Daraufhin erscheint das Installationsfenster. Schwupp, schon ist der Spaß installiert.

Übrigens, die Apps in Chrome haben auch ein Kontextmenü per Rechsklick.

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So würde es sich für meine PutPat-App beispielsweise anbieten, diese direkt im Vollbildmodus zu starten, oder zumindest ein neues Fenster dafür zu öffnen. Diese Aktion wird dann jedes mal ausgeführt, wenn Ihr den App-Button im neuen Tab klickt.

Und noch ein Wort dazu, warum ich Google Chrome benutze. Aktuell sind sowohl Chrome, als auch Firefox und IE9 (Opera ist für mich keine Alterative; das ist wie wenn alle Bier trinken und dann kommt Einer mit Wein an) von der gefühlten Geschwindigkeit gleich auf. Wegen mangelnder Anzahl und Güte der Erweiterungen fällt der IE9 leider aus meiner Auswahl raus, wobei der Neue wirklich schick und schnell ist und auf jeden Fall einen Blick Wert. Ein besonderer Flitzer ist der IE9 in der 64bit-Version. Die Entscheidung zwischen Firefox oder Chrome hat sich im letzten halben Jahr zu einer Geschmackssache entwickelt, nachdem es kaum noch schlagkräftige Argumente gibt, weswegen man einen der Beiden Kandidaten präferieren müsste.

Ich selbst hänge aktuell am Chrome, weil mir die selektive Synchronisation über den eignen Google Account recht gut gefällt. Diese findet sich in Optionen / Privates / Synchronisierung / Anpassen. Beispiel für den Nutzen dieser Funktion: Zu Hause hat man die höchste Sicherheit und synchronisiert somit alle seine Einstellungen. Unterwegs auf seinem Portable Chrome nimmt man einfach den Haken für Passwörter und Autofill raus, hat aber trotzdem alle Erweiterungen und Lesezeichen dabei. Auf Arbeit wiederum möchte ich meine Passwörter dabei haben jedoch meine heimischen Lesezeichen nicht.