14. März 2011

Tools, Tools und noch mehr Tools

In meiner unendlichen Freizeit (bitte ironischen Unterton einfügen) stieß ich vor Kurzem auf einen interessanten Beitrag von Chip: 50 Tools unter 1 MByte. Darin sind sogar einige, sehr sinnvolle Programme enthalten. Viele der Tools habe allerdings noch nicht testen können.
  • Unlocker - das Programm ähnelt Killbox und kann gesperrte Dateien löschen. Dies kann hilfreich sein, wenn Viren die Festplatte bevölkern. Allerdings sollte man bei Systemdateien sehr vorsichtig sein.
  • Ohne Ende kleine Programme bietet Nirsoft an (portabel!): SmartSniff (= Wireshark in LowCost); OpenedFilesView; BlueScreenView; RegFromApp (zeigt Zugriffe eines Programmes auf die Registry an); InstalledCodec; RegScanner (durchsucht die Registry, listet jedoch alle Ergebnisse übersichtlich auf wie die Windows Dateisuche); VideoCacheView (dursucht Browsercaches nach Videos und kann diese auf Platte sichern; funktioniert auch mit Firefox; ob es auch mit Grooveshark läuft?)
  • Nicht ganz so viele tolle Tools bietet Roadkil [sic!]. In dem Chip-Artikel wurde der Unstoppable Copier hervorgehoben. Das Programm versucht, so viele Daten wie möglich von beschädigten DVDs kopieren.
  • Ganz sinnvoll finde ich Don't Sleep von SoftwareOK. Don't Sleep verhindert das Energiesparen von Rechnern. Klingt im ersten Moment komisch, hat aber einen sinnvollen Hintergrund: die Energiesparprofile bei Notebooks sind häufig sehr aggressiv auf Energie sparen eingestellt. Will man Film schauen oder einen längeren Download starten, kann es schon mal passieren, dass sich das Notebook irgendwann einfach ausschaltet. Für dieses Problem hilft Don't Sleep - ohne, dass die Energiesparprofile extra umgestellt werden müssen. Ansonsten gibt es bei SoftwareOK noch weitere Tools, die zum Teil Clones von bekannten Programmen wie CPU-Z oder Prime sind.
  • Wer dagegen gezielt seinen Rechner runterfahren möchte, kann sich auch diesen Shutdown Timer anschauen. Das Programm ermöglicht einen Shutdown nicht nach x Minuten sondern auch abhängig von der CPU-Auslastung eines Prozesses oder der Aktivität einer Netzwerkkarte (= Download- und Uploadrate).
Nachfolgend noch einige weitere Tools:
  • Wer speziell Tools für sein Notebook sucht, kann auch hier bei Chip fündig werden.
  • Zum Schluss noch ein besonders tolles Programm, dass sich selbst mehrfach erfolgreich benutzt habe: Wondershare Time Freeze. Vereinfacht gesagt, verwandelt das Programm komplette System ein eine riesige Sandbox. Wer damit nicht viel anfangen kann, hier ein Beispiel: man möchte dieses oder jenes Programm aus dem Internet austesten. Da jedoch das andauernde Installieren und Deinstallieren auch Spuren im System hinterlässt, verwendet man Time Freeze. Man startet das Programm und aktiviert die Freeze Funktion. Alle nun nachfolgend getätigten Systemänderungen werden aufgezeichnet und nach einem Neustart wieder rückgängig gemacht. Wo ist der Haken? - Eigentlich gibt es keinen. Allerdings können Programme, die einen Neustart erfordern, nicht installiert werden. Des Weiteren sinkt die Systemperformance geringfügig. Leider kostet das Programm Geld. Als Time Freeze 1 veröffentlicht wurde, wurden viele Lizenzen verschenkt, die mit Time Freeze 2 immer funktionieren.
Nachtrag: wer Programme o. Ä. auf der Windows-Oberfläche live vorführen möchte, hat oft das Problem, dass Symbole oder Menüs auf dem Beamer viel zu klein dargestellt werden. Abhilfe schafft das Programm ZoomIt. Neben der Zoom-Funktion gibt es eine Zeichenfunktion (vergleichbar mit der von Powerpoint) und ab Win Vista einen "Super-Zoom", der einen Bereich um den Mauscursor herum vergrößert.

Kommentare:

andre-ättt-atmod.net hat gesagt…

Nett hier, werde ich bestimmt ab und zu einmal vorbei schauen!

Viele Grüße,
André

Anonym hat gesagt…

"Als Time Freeze 1 veröffentlicht wurde, wurden viele Lizenzen verschenkt, die mit Time Freeze 2 immer funktionieren"

Das wäre schön :)

Brater hat gesagt…

Ok muss mich korrigieren. Es war eine Time Freeze 2 Lizenz als Throw Away of the Day.

Noch eine absolute Low Cost Variante für einen zeitverzögerten Shutdown (nur unter Win 7 getestet, benötigt den Windows Zeitplaner-Dienst):
http://www.howtogeek.com/wiki/Shut_Down_Windows_at_a_Specific_Time_from_the_Command_Line

at 14:00 shutdown /s

(ja, der Befehl heißt wirklich at)